Ein neues Kapitel für nachhaltigen Tourismus
Im Januar 2026 hat die Region der Ionischen Inseln eine wegweisende Vereinbarung mit der Nationalen Technischen Universität Athen (NTUA) unterzeichnet, um einen wissenschaftlich fundierten Rahmen zur Bewertung der Tourismusauswirkungen auf Zakynthos zu entwickeln.
Die Studie soll die Auswirkungen des Tourismus auf die natürlichen Ressourcen und die Infrastruktur der Insel kartieren, bewerten und priorisieren — mit Fokus auf die Bedürfnisse der ständigen Bevölkerung und den stark steigenden Anforderungen während der touristischen Hauptsaison.
Warum das wichtig ist
Zakynthos steht im Zentrum der europäischen Overtourism-Debatte. 2025 wurde die Insel in einem Which?-Bericht als überfülltester Urlaubsort Europas benannt — mit 150 Übernachtungsgästen pro Einwohner. Während der Tourismus das wirtschaftliche Rückgrat der Insel bleibt, haben die Belastungen für Wasserressourcen, Energieversorgung, Abfallmanagement und marine Ökosysteme ein kritisches Niveau erreicht.
Die neue Studie wird untersuchen:
- Wasserressourcen — die am stärksten beanspruchte Ressource im Sommer
- Energieverbrauch — steigender Bedarf durch touristische Unterkünfte
- Abfallmanagement — überlastet in den Spitzenmonaten
- Marine Ökosysteme — einschließlich der geschützten Laganas-Bucht, dem wichtigsten Lebensraum der Caretta-caretta-Meeresschildkröten
Was zu erwarten ist
Das NTUA-Team wird umsetzbare Empfehlungen erarbeiten, um die negativen Auswirkungen des Tourismus zu mindern und gleichzeitig die lokale Wirtschaft zu unterstützen. Mögliche Lösungen umfassen Besucherobergrenzen, Förderung weniger bekannter Ziele auf der Insel, Ausbau des Umweltschutzes und Investitionen in nachhaltige Infrastruktur.
Für Reisende, die ihren Zakynthos-Urlaub 2026 planen, ist das ein positives Signal: Die Insel arbeitet aktiv daran, genau die Schönheit zu bewahren, die sie so besuchenswert macht.