Base Cafe — Tsilivis Morgenritual
Die meisten Badeorte haben ein Kaffeeproblem: Der Kaffee ist Instantpulver, der Joghurt kommt aus einem Plastikbecher, und das Frühstück kostet mehr als es soll. Das Base Cafe ist die Ausnahme in Tsilivi — weshalb es oft schon um 9 Uhr morgens voll ist mit einem bunten Publikum aus Familien, die vor dem Strand auftanken, Paaren, die beim zweiten Kaffee verweilen, und gelegentlich einem Einheimischen, der schlau genug ist, für einen guten Freddo nicht extra nach Zakynthos-Stadt zu fahren.
Die Terrasse ist das wichtigste Merkmal — ein breiter, gut beschatteter Außenbereich mit genug Abstand zwischen den Tischen, sodass man nicht das Gespräch der Nachbarn mithört. Die Ventilatoren laufen von Juni bis September ununterbrochen, was die Hitze um 9 Uhr morgens erträglich macht. Es gibt auch einen Innenbereich für Regentage, auch wenn Regen im Juli theoretisch ist.
Was man bestellen sollte
Griechischer Joghurt mit Thymian-Honig und Walnüssen — das ist nicht die industrielle Variante. Er ist dick, abgetropft, leicht säuerlich und kommt mit einem großzügigen Schwung Honig aus den Hügeln rund um Volimes und einer Handvoll Walnüssen. Langsam essen.
Bougatsa — ein warmes Gebäck mit Vanillecrème, bestäubt mit Puderzucker und Zimt. Traditionelles griechisches Frühstück, täglich frisch gebacken, an den meisten Tagen bis 10 Uhr weg. Wecker stellen.
Freddo Espresso — doppelter Espresso, mit Eis im Shaker aufgeschüttelt bis er zu Kaffeeschaum wird, über Eis gegossen. So trinken Griechen Kaffee im Sommer, und es ist perfekt. Kostet 2,50–3 €.
Avocado-Toast mit Feta — ja, der steht überall auf der Karte, aber hier ist der Feta echt (griechische PDO-geschützte Herkunft), das Brot kommt vom lokalen Bäcker, und die Proportionen stimmen.
Englisches Frühstück — verfügbar und überraschend anständig. Richtiger Bacon, echte Eier, Toast der nicht aufgeweicht ist. Für heimwehgeplagte britische Urlauber am ersten Tag tut es seinen Dienst.
Hinweise für Familien
Hochstühle sind vorhanden. Die Karte hat schlichte Optionen (Toast, Rührei, Joghurt), die auch wählerische Kinder essen. Die Terrasse ist groß genug für einen Kinderwagen. Das Personal geht mit dem Chaos kleiner Kinder gelassen um, was das Frühstück angenehm statt stressig macht.
Das Fazit
Bei 8–15 € pro Person für ein vollständiges Frühstück mit Kaffee verschenkt das Base Cafe nichts, aber es ist fair für das, was es bietet: gute Zutaten, ordentlichen Kaffee und genug Platz und Schatten, um das Frühstück wie den Beginn von etwas zu fühlen — nicht wie eine Schlange am Buffet. Früh kommen, Bougatsa bestellen und einen Ecktisch ergattern, bevor der Ansturm beginnt.