Griechisch Traditional

Marathia

Eine versteckte Bergtaverne in Agalas, die die meisten Touristen nie finden — Holzofenküche, wilde Kräuter vom Hang und eine Terrasse mit Blick auf das Ionische Meer in absoluter Stille.

★★★★★ 4.5 €€€ Griechisch Traditional Agalas (Hügel) Fr–So 12:30–17:00. Manchmal abends im August geöffnet — vorher anrufen.

Marathia — Der Ort, von dem dir niemand erzählt hat

Es gibt einen Grund, warum Marathia in keinem Reiseführer und keiner üblichen Empfehlungsliste auftaucht: Um es zu finden, braucht man eine dreißigminütige Fahrt in die südwestlichen Hügel von Zakynthos auf Straßen, denen die meisten Mietwagen mit Respekt begegnen, dann die Ankunft in einem Dorf (Agalas) mit vielleicht zweihundert Einwohnern, und dann die Suche nach einer Taverne am Ende des Dorfes ohne sichtbares Schild und mit wackeligem Handyempfang.

Der Grund, warum Menschen diesen Aufwand auf sich nehmen, sobald sie davon gehört haben, ist der Holzofen.

Der Ofen und das Essen

Kyrios Giorgos Xenos betreibt Marathia seit über zwanzig Jahren. Den Außenofen hat er selbst gebaut — eine Konstruktion aus Lehm und Stein auf der Seite der Terrasse, die drei Stunden braucht, um auf Temperatur zu kommen, und an Wochenenden den ganzen Tag brennt. Alles, was aus ihm kommt, trägt diese unersetzliche Qualität: die leichte Bitterkeit des Holzrauchs verbunden mit Fett, die Kruste, die nur ein versiegelter, strahlender Hitzeraum erzeugt.

Holzofen-Schweinefleisch ist das Hauptereignis — eine Schulter, vier Stunden lang mit Rosmarinzweigen vom Hang hinter der Taverne, Knoblauch, Lorbeer und dem lokalen Olivenöl gegart, das Giorgos selbst aus dem Hain presst, den man vom Tisch aus sehen kann. Das Fleisch zerfällt. Die Haut ist knusprig. Der Bratensatz wird über alles gegossen.

Wilder Kanincheneintopf — dieser hängt von der Jagdsaison und Giorgos’ Neffen ab, der liefert, was er fängt. Wenn verfügbar: in Rotwein mit Perlzwiebeln und frischem Thymian geschmort. Bei der Ankunft fragen.

Kichererbsensuppe — eine schlichte Vorspeise, die von Anfang an auf der Karte steht: Kichererbsen den ganzen Morgen mit Lorbeer und einem Schuss Olivenöl geköchelt. Mit dem Brot essen.

Kartoffeln — im Ofen mit Bergkräutern (Salbei, Rosmarin, Thymian), Olivenöl und Zitrone geröstet. Das ist eine Beilage und gleichzeitig die beste Kartoffel, die man in Griechenland essen wird.

Die Lage

Die Terrasse hat fünf Tische und schaut nach Südwesten über die Hügel zur Küste. An einem klaren Tag — was im Juli jeden Tag bedeutet — sieht man das Meer. Keine Hintergrundmusik, kein Verkehrslärm, nichts außer dem gelegentlichen Vogel und dem Geruch des Ofens. Nach dem Mittagessen bleiben manche Menschen eine Stunde und tun nichts Bestimmtes. Giorgos drängt niemanden.

Die Anfahrt

Von Zakynthos-Stadt die Straße nach Süden Richtung Keri nehmen und Richtung Osten nach Agalas abbiegen. Die Straße wird für die letzten Kilometer deutlich enger. Ein normales Auto schafft es problemlos, wenn man vorsichtig fährt; ein großer SUV wird es unbequem haben. Am Dorfrand gibt es Parkplätze.

Mittagessen für zwei — eine geteilte Vorspeise, zwei Hauptgerichte, Fasswein — kostet 20–30 €. Die Rückfahrt dauert länger als die Hinfahrt, weil man es nicht eilig haben wird.